Email an der Bürgermeister

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Mail vom 14.9. an den Bürgermeister von Holzkirchen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Löwis,

zunächst vielen Dank für den aufschlußreichen Vortrag unseres Baureferats.

Leider vermisse ich im Lebenslauf unserer Brücke das Jahr 2013. In diesem Jahr wurde nämlich die bis dahin völlig intakte Brücke mit einer ca 8 cm starken Asphaltdecke überzogen. Als ich dessen gewahr wurde, bin ich sofort ins Rathaus gegangen und habe im Baureferat meine Bedenken geäußert, daß eine wasserdichte Überdeckung für eine Holzkonstruktion sehr schädlich sei, da eingedrungene Feuchtigkeit nicht mehr abtrocknen könne.

Mir wurde beschieden, daß diese Arbeiten von Gutachtern und Experten gutgeheissen wären und von einer Fachfirma nach dem neuesten Stand der Baukunst ausgeführt werden, und ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen. Was sollte ich dem Urteil von „Experten“ auch entgegensetzen, ich bin ja kein solcher.

Abgesehen von eindringender Nässe, die nicht abtrocknen kann, von von Frost und Salz, entstand durch diese Beschichtung eine zusätzliche Dauerlast von ca 200 kg/m2. Das heißt, daß auf unserer Brücke Tag und Nacht die zusätzliche Belastung von etwa 150 Personen ruhte, dazu kam noch der entsprechende Verkehr. Könnte es sein, daß die Statik für diese Dauerbelastung nicht ausgelegt war? Könnte es sein, daß die Bahn, die ja unsere Brücke mit ordentlicher Statik erstellte, für die Schäden an der Brücke gar nicht in Regress zu nehmen ist, da die Marktgemeinde Holzkirchen den Umstand der Überbeanspruchung selber (oder ihre Experten) zu verantworten hat?

Sind eigentlich diese Experten für dieses Vorgehen in Verantwortung zu nehmen? Wer sind diese Fachleute? Es wäre sehr schön, bei der von Ihnen angekündigten Transparenz, solche Dinge zu erfahren. Nennen Sie Ross und Reiter!!

Wenn wir schon bei Transparenz sind, wann werden endlich die Protokolle der öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats und des Hauptausschusses einsehbar gemacht? Sie selber haben dafür gesprochen, daß wir Bürger besser informiert werden müssen! Lassen Sie Ihren großen Worten auch große Taten folgen!

Für uns beteiligte Bürger wäre auch sehr interessant zu wissen, wie die Prüfprotolle der Brückenüberprüfung (alle 3 Jahre) aussehen. Im Jahr 2013 dürfte die Brücke schließlich noch kerngesund dagestanden haben, aber von da an gings wohl bergab!

Abschließend wäre noch der Verbleib der ausgebauten Brücke von Interesse.

  • Wurde sie als Sondermüll entsorgt?
  • Wurde sie weiter verwendet?
  • Wo landete schließlich und endlich das kostbare Tropenholz??

Nichtsdestotrotz, fordern wir umgehend die Errichtung einer Ersatz/Behelfsbrücke.

Mit allerbesten Grüßen
Andreas Hau


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